Tagesgeld – So sparen Sie flexibel

Ein Tagesgeldkonto erhalten Sie heutzutage bei fast jeder Bank, unabhängig davon, ob es sich um eine Filial- oder Direktbank handelt. Tagesgeldkonten werden üblicherweise als Ergänzung zum Girokonto genutzt, um größere Geldbeträge “zwischenzuparken” und mit besserer Verzinsung anzulegen.
Die aktuelle Niedrigzinsphase, die auch 2014 bisher weiter anhält, hat das Tagesgeldkonto von einem Produkt zum Vermögensaufbau degradiert auf eine Anlageform, die lediglich noch den Werterhalt Ihres Ersparten sichern kann. Führen Sie sich jedoch vor Augen, dass jeder Euro auf Ihrem Girokonto täglich an Wert verliert und dass Tagesgeldeinlagen in der Regel sehr sicher angelegt sind. Seine Daseinsberechtigung hat das Tagesgeldkonto damit also keinesfalls verloren.

Was sind die Vorteile eines Tagesgeldkontos?

Neben der höheren Verzinsung als beim Girokonto bietet Tagesgeld vor allem Flexibilität beim Sparen. Sie können, wie es der Name bereits andeutet, täglich über Ihre Einlagen verfügen, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Verzinsung des restlichen Kapitals hätte. Ein Tagesgeldkonto bietet sich daher insbesondere dann an, wenn Sie, vielleicht sogar regelmäßig, größere Summen auf dem Girokonto verzeichnen, die Sie in absehbarer Zeit jedoch benötigen könnten, so dass eine feste oder längerfristige Anlage des Geldes nicht in Frage kommt.
Manche Banken, so beispielsweise DKB oder TARGOBANK, kombinieren Ihre Tagesgeldprodukte zudem mit einer Kredit- oder Bankkarte, wodurch das Guthaben auf dem Konto per Geldautomat oder bargeldloser Zahlung unmittelbar zur Verfügung steht.

Weiterhin sind Tagesgeldeinlagen durch Einlagensicherungen gegen Verlust geschützt, wenn die kontoführende Bank zahlungsunfähig werden sollte. Je nach Bank und Land, in dem der Sitz des Geldinstitutes liegt, sind üblicherweise mindestens 100.000 Euro bis zu mehreren Millionen pro Person abgesichert. Wenn Ihre regelmäßigen Einlagen 100.000 Euro überschreiten, sollten Sie daher einen besonders genauen Blick auf die Einlagensicherung werfen.

Kontoführungsgebühren werden für Tagesgeldkonten normalerweise nicht erhoben. Sie gehen mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos daher auch keine Verpflichtungen ein und können dieses ganz nach Bedarf nutzen. Einige Anleger besitzen aus diesem Grund auch mehrere Konten parallel und können so das zum jeweiligen Zeitpunkt zinsstärkste Produkt jederzeit für kurzfristige Anlagen nutzen.

Zusammengefasst lassen sich dem Tagesgeldkonto also folgende Eigenschaften zuschreiben:

  • kostenlos
  • moderate Verzinsung
  • sicher
  • flexibel / täglich verfügbar

Gibt es beim Tagesgeldkonto etwas zu beachten?

Ein Aspekt, den Sie sich stets vor Augen halten sollten, ist die Freiheit bei der Zinsgestaltung durch die Bank. Da Sie über Ihr Tagesgeld frei verfügen können, erhalten Sie im Gegenzug normalerweise auch keine Zinsgarantie. Das bedeutet, dass Ihr Geldinstitut jederzeit die Zinsen erhöhen und senken kann. Das heute noch zinsstärkste Angebot kann also morgen bereits zu den weniger attraktiven Produkten zählen. Wie im vorigen Abschnitt bereits angesprochen führen daher viele Anleger mehrere Konten gleichzeitig und schichten bei Zinsänderungen das Ersparte um.
Manche Anbieter offerieren Neukunden zumindest für kurze Zeiträume dennoch eine Zinsgarantie. Auch derartige Angebote lassen sich natürlich in eine Strategie der regelmäßigen Umschichtung von Spareinlagen einbeziehen, um die aktuell beste Rendite zu erzielen. Auf Banking-24.com informieren wir Sie in der Rubrik “Sonderaktionen” daher regelmäßig über derartige Aktionsangebote.

Die Zinsschwankungen und das große Angebot bedingen es daher, dass Sie sich mit Ihren Tagesgeldeinlagen wenigstens hin und wieder auseinandersetzen. Spätestens, wenn Ihre Bank die Zinsen senkt, sollten Sie mögliche Alternativen prüfen. Aber auch ein davon unabhängiger gelegentlicher Vergleich der Angebote kann nicht schaden. Vielleicht entdecken Sie ja ein Angebot, das deutlich die Verzinsung Ihres derzeitigen Tagesgeldkontos übertrifft.
Besonders gut lassen sich natürlich mit einem Vergleichsrechner Tagesgeldkonten vergleichen.

Schließlich ist noch zu beachten, dass ein Großteil der angebotenen Tagesgeldkonten nur online und evtl. noch per Telefonbanking geführt werden kann. Aus diesem Grund benötigen Sie ein sogenanntes Verrechnungskonto. Hierbei handelt es sich schlicht und ergreifend um ein Girokonto. Sie können entweder ihr bereits bestehendes verwenden oder zusammen mit dem Tagesgeldkonto eines beantragen. Hintergrund ist, dass Sie mit einem Tagesgeldkonto nicht am täglichen Zahlungsverkehr teilnehmen können, also z. B. keine beliebigen Überweisungen tätigen oder Daueraufträge einrichten können. Es ist schließlich ein Sparkonto.
Um über Ihr Sparguthaben zu verfügen, geben Sie daher bei der Kontoeröffnung ein Verrechnungskonto an, bei dem in den meisten Fällen zudem Sie Kontoinhaber sein müssen. Ausschließlich auf dieses Konto können später Beträge vom Tagesgeldkonto überwiesen werden. Ein feiner Nebeneffekt ist, dass im Falle eines unberechtigten Zugriffs auf Ihr Konto das Guthaben nicht so einfach entwendet werden kann. Dazu müsste zunächst das Verrechnungskonto geändert werden und viele Banken informieren Sie in diesem Fall. Mittlerweile gibt es jedoch auch Anbieter, die diese strikte Vorgehensweise geändert haben und die Überweisung auf ein beliebiges Konto erlauben.
Übrigens, eine Einzahlung auf das Tagesgeldkonto ist hingegen von jedem Konto aus möglich und somit auch durch andere Personen.

Fassen wir auch die zu beachtenden Aspekte noch einmal zusammen:

  • variable Verzinsung
  • Zinsgarantien oft nur als Neukundenangebot und zeitlich stark begrenzt
  • für bestmögliche Rendite regelmäßiges Umschichten bzw. Wechsel der Bank notwendig
  • daher regelmäßig Tagesgeldkonten vergleichen
  • Girokonto als Verrechnungskonto i. d. R. erforderlich
  • nicht für täglichen Zahlungsverkehr nutzbar

Wann macht ein Tagesgeldkonto keinen Sinn?

Wenn Sie sich eine Rendite wünschen, die mehr als nur dem Werterhalt Ihrer Anlage entspricht, kann ein Tagesgeldkonto diesem Ziel – zumindest momentan im März 2014 – nicht gerecht werden. Die bittere Wahrheit ist, dass für eine entsprechende Rendite derzeit kein Weg um spekulative Anlageformen herumführt. Das heißt, der Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen usw. ist die wahrscheinlich einzige Möglichkeit, eine sehr gute Rendite zu erzielen, ohne auf das Ersparte für lange Zeit verzichten zu müssen. Je kurzfristiger Sie ihr Renditeziel jedoch erreichen wollen, umso höher ist in der Regel auch das Risiko eines Teil- oder Totalverlusts. Nutzen Sie für diese Weise des Vermögensaufbaus also keinesfalls Sparbeträge, die Sie in nicht allzu ferner Zukunft benötigen werden. Wer etwas Kleingeld übrig hat und sich daran versuchen möchte, der benötigt jedenfalls ein Depotkonto (und etwas Zeit, um sich gut zu informieren und möglichst die richtigen Entscheidungen zu treffen).

Können Sie auch für längere Zeit auf Ihr Erspartes verzichten und ist Ihnen die Sicherheit Ihrer Anlage wichtiger als die Rendite, dann könnte wiederum ein Festgeldkonto die passendere Alternative darstellen. Sie sichern sich derzeit bei kurzen und mittleren Laufzeiten zwar ebenfalls nur unbedeutend mehr als den Ausgleich der Inflationsrate, erhalten jedoch eine Zinsgarantie für die gesamte Laufzeit und brauchen sich bis zum Ablauf nicht mehr um Ihr Festgeld zu kümmern. Am Ende erhalten Sie Ihr Guthaben plus Zinsen (und je nach Laufzeit Zinseszinsen) ausbezahlt und können wieder frei darüber verfügen. Je länger Sie Ihr Geld fest anlegen, desto attraktiver werden auch die Angebote.
Falls dies Ihren Sparzielen besser entspricht, können Sie auf Banking-24.com auch Festgeldkonten vergleichen.

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